
Zwölf mal erleben wir jedes Jahr, wie der Mond voll wird. Diese Monde wurden, so weit wie man weiss, immer schon wie eine Art Kalender angesehen, und standen für wichtige Ereignisse im (Über-)Leben der Menschen. Sei es als Mond der ersten Fröste, der zurückkehrenden Lachse in einigen indigenen Kulturen Nordamerikas, oder als Weide- und Erntemond bei unseren Ahnen, die von Ackerbau und Viehzucht lebten.
Doch alle 3-4 Jahre gesellt sich ein 13. Mond hinzu. Ich nenne ihn den Wyrdmond. Benannt nach dem nordischem Konzept Wyrd, das im Kern besagt, dass alles miteinander verbunden ist. Für mich „unterbricht“ er den üblichen Jahreslauf und lädt uns ein, einen tieferen Blick in das zu werfen, was wir als das Gewebe der Welt bezeichnen können.
Wenn wir diese Verbundenheit vergessen, nicht mehr erspüren können, nehmen wir Schaden. Wir empfinden unser Sein als isoliert und verlieren damit das Bewusstsein, Teil von etwas Größerem zu sein, der Natur. Das hinterlässt Spuren und Wunden, nicht nur bei uns, sondern auch bei allen und allem, mit dem wir zu tun haben, ob offensichtlich oder verborgen. Das ist meine feste Überzeugung.
Mein Anliegen und Bestreben ist es einen Rahmen und Raum zu erschaffen, in dem es Menschen möglich ist, diese Verbundenheit wieder zu erkennen, zu erspüren und sich wieder als Teil der Natur wahrzunehmen. Auf diese Weise setzen wir möglicherweise einen Wandlungsprozess in Gang, der nicht nur uns selbst betrifft.
Wer tiefer in einen Jahreslauf eintauchen mag, der den verschiedenen Mondqualitäten folgt, sei eingeladen mein Buch „Von Monden und Runen“ zu lesen. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.
